genommen wird. Leider, weil
inzwischen gut
bekannt ist, dass die meist verordneten Benzodiazepine zwar kurzfristig Schlaf
erzwingen, aber um den hohen Preis der Zerstörung der
natürlichen Schlafstruktur,
einer gar nicht so seltenen Entstehung einer Abhängigkeit von
dem Schlafmittel
und meistens unter Außerachtlassung der Ursachen für
die Schlafstörung, die
durch das Schlafmittel nicht beseitigt werden. Die Ursachen sollten
unbedingt
gesucht und angegangen werden, weil nur so eine dauerhafte und bei
psychischen
Problemen häufig medikamentenfreie
Verbesserung des Wohlbefindens erreicht
wird. So kann sich auch eine latente Depression und andere ernstere
Störungen
hinter dem Symptom Schlafstörung verbergen. Zur
Ursachenfindung hat sich die
Führung eines Schlaftagebuches bewährt, in der die
Schlafqualität, der
Schlafeintritt, die Schlafdauer, Schlafeffizienz,
Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit notiert
werden. Häufig hilft eine Änderung
von Gewohnheiten und Erlernen autosuggestiver Techniken. In schwereren
Fällen
hat sich auch die Anwendung kontrollierten Schlafentzugs
bewährt, um
Schlafdruck aufzubauen.Hohagen, F., U. Graßhoff, et al. (1991). "Häufigkeit von Schlafstörungen in der allgemeinärztlichen Praxis." Praxis der Klinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation 4: 177-182.